Bagan

I. Mit dem Boot auf dem Irrywaddy von Mandalay nach Bagan
Am Tag nach dem großartigen Besuch des Water Festivals (das noch 3 Tage weiterging…) fuhren wir mit einem Touristen-Shuttle-Boot den Irrywaddy runter nach Bagan, unserer nächsten Station. Die Fahrt dauert ca. 7h und ist sehr, sehr entspannt. Dauernd passiert man irgendwelche Lastenkähne, Flöße mit Teakholz oder Sandbänke. Da uns, anders als am Vortag, nicht dauernd Wasser ins Gesicht geschüttet wurde, haben wir es nur 2 Stunden am Morgen an Deck ausgehalten, denn mittlerweile machten sich die brütenden Temperaturen (Mitte April) bemerkbar.

In Bagan kamen wir am späten Nachmittag an und machten im an sich schönen Hotel Kadayaung in zwei der Holzbungalows Quartier. Da es in Karstens und Jürgens Zimmer aber krass nach der benachbarten Toilette roch, zogen wir am nächsten Tag nach nebenan um. Gute Wahl (siehe Bilder später).

II. Die Tempel von Bagan

Am nächsten Morgen mieteten mieteten wir Fahrräder, um das doch ziemlich weitreichende Tempelfeld von Bagan zu erkunden. Bagan war fast 450 Jahre lang Königssitz des „Vereinten Reichs“ Burmas. Die schiere Größe ist schon beeindruckend, soweit das Auge reicht, ragen überall kleine und große Pagoden aus dem (teilweise spärlichen) Wald, dazwischen wird teilweise Ackerbau betrieben. Ursprünglich war hier überall dichter Wald, der wurde aber im Laufe der Jahrhunderte abgeholzt, um die Ziegel für die Tempelanlagen zu brennen. Das ist auch der Hauptunterschied zu anderen großen Tempelgebieten in Asien wie z.B. Angkor Wat (Kambodscha) oder Hampi (Indien): Die Bauten sind alle aus Backstein, nicht aus gemeißeltem Kalkstein, Granit o.ä., was sie bei näherem Hinsehen teilweise recht „einfach“ erscheinen läßt. Bagan zieht seinen Charme in erster Linie durch das Gesamtsetting, weniger durch die einzelnen Tempel, auch wenn es schon recht unterschiedliche Konstruktionen gibt und einige größere durchaus aufwendig gestaltet sind. Mich hat jedenfalls Angkor sehr viel mehr beeindruckt.

Wer mehr über Bagan erfahren möchte, kann sich hier einlesen.

An diesem Tag merkten wir zum ersten Mal so richtig, warum die Hauptsaison in Burma im März endet: Im April ist es in manchen Orten schon zu heiß. Bagan ist einer dieser Orte! Es war wirklich, wirklich heiß! Ein Glück waren wir mit Fahrrädern unterwegs. Und dazu mit sehr, sehr schlechten…das billigste, was die chinesischen Hersteller zu bieten haben. Klapprig, miese Bremsen etc. Bereits am späten Vormittag hatte ich einen Platten mit 5 Löchern, was aber nicht an der chinesischen Herkunft lag sondern daran, daß wir ein paar Feldwege zwischen größeren Tempeln („ach, guckt mal, der sieht gut aus“) gefahren waren. Glücklicherweise bietet so ziemlich jedes Zelt-Restaurant, die man vor großen Tempeln findet, Flickservice an. Hat bei mir aber nur 2km gehalten. Mittags haben wir in der Hitze kapituliert und sind (ich auf der Felge) zurück ins Hotel. Den Rest des Tages verbrachten wir im/am Pool, immer ein paar kleine Tempel im Blick.

Für den nächsten Tag haben wir uns einen Van gemietet, damit konnten wir dem weiteren Hitzekollaps entgehen. Wie gesagt, die größeren Tempel sind recht unterschiedlich, alle sind aus roten Ziegeln, einige sind aber weiß verputzt, in manchen führen „Kreuzgänge“ im Innern herum, manche haben mehrere begehbare Stockwerke. Manche sind extrem steil, manche sind eher flache „Stufenpyramiden“. Bitte seht es mir nach, wenn ich heute nicht mehr die ganzen einzelnen Namen zusammenbekomme, es waren schlicht zuviele….Im Innern der Tempel findet man dann immer wieder Buddha-Schreine, manche sehr schlicht, manche prachtvoll geschmückt, die auch von Gläubigen „genutzt“ werden. Einige wenige Tempel und Pagoden sind richtig „modern und durchorganisiert“, diese stehen offenbar besonders hoch im Kurs für Karma-Punkte.

Der Fahrer hat uns eine gute Route zusammengestellt zu den Highlights, die wir am ersten Tag nicht erreicht hatten. Einen Teil des Tages besuchten wir Old Bagan, gewissermaßen die eigentliche Königsstadt, die von einer großen Stadtmauer umgeben ist. Hier stehen auch die meisten der neueren Tempel und Pagoden, wiederum meist mit Blattgold verziert.

Was das Besichtigen der Tempel wirklich „schwierig“ macht, ist die Tatsache, daß man natürlich in allen buddhistischen Tempeln die Schuhe ausziehen muss. Da es, wie gesagt, sehr heiß war, mußte man seine Route auf den freien Flächen als verweichlichter Nordmann teilweise gut planen, wollte man nicht herumhüpfen wie Rumpelstilzchen. :-)

Am Abend machten wir dann das, was jeder Tourist in Bagan macht: Auf einer der hohen Pagoden klettern und die grandiose Aussicht in der Abenddämmerung genießen. Bei uns war es die Shwesandaw Paya (Pagode).

HIER geht´s weiter zum Inlé Lake

 

 

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