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Warum Google Flights die beste Flugsuchmaschine ist

Ich nutze eine Menge der Dienste und Produkte, die Google (meist kostenlos) so anbietet, am PC oder über das Android Smartphone, auf die Google-eigene Flugsuchmaschine Google Flights bin ich aber erst vor kurzem durch einen Freund aufmerksam gemacht worden.

Da wir gerade einen Flug für unseren diesjährigen Frühjahrstrip nach Mexiko/Guatemala/Belize suchten, konnte ich Google Flights ausgiebig testen (die Flugsuche war auch bald erfolgreich) und habe mich daneben noch eingehender mit der Seite beschäftigt. Nachdem ich bislang immer andere, bekannte und beworbene Seiten wie swoodoo.de, expedia.de, kayak, opodo.de oder world-of-flights.de genutzt habe, muss ich sagen: Google Flights kann es einfach besser! 

Aber der Reihe nach. Vieles bei Google Flights kennt man auch von den anderen Seiten: Die Flüge werden in der Regel nach Preis sortiert, man kann bestimmte Filter wie Flugdauer, Abflugzeit, Airline(allianz) anwenden, dazu sind in der Ergebnisliste diese Kriterien sowie Anzahl der Stops und deren Dauer ablesbar, insofern alles wie bekannt, nur daß Google mal wieder extrem minimalistisches (oder man nennt es „übersichtliches“) Design auf seiner Seite bietet. Aber es gibt doch einige Unterschiede, die Google Flights von den Konkurrenten positiv abhebt:

1. Google Flights ist rasend schnell
Während man bei Seiten wie den eingangs genannten erst einmal etliche Sekunden warten muss, bis die Suchmaschine die einzelnen Airlines oder Ticket-Anbieter durchgearbeitet hat, wozu meistens noch ein, zwei weitere Fenster aufpoppen, sind die Ergebnisse bei Google Flights in Sekundenbruchteilen zu sehen.

2. Google Flights ist benutzerfreundlicher
Ein ganz simpler Punkt, der die Suche über Google Flights viel, viel einfacher macht als bei anderen Flugseiten, ist folgender: Um das Hin- oder Rückflugdatum zu verändern, muss man auf den anderen Seiten immer auf das Datumsfeld klicken, im Kalender den vorherigen Tag wählen, neu suchen oder oft sogar Monat und Tag von Hand eingeben oder in unpraktischen „Klappmenüs“ auswählen, was insbesondere auf mobilen Geräten sehr fummelig sein kann. Bei Google Flights gibt es zur Veränderung der Reisedaten für Hin- und Rückflug einfach jeweils „einen Tag vor/zurück“-Buttons, so daß man in Sekundenschnelle flexible Daten an beiden Enden der Reise checken kann. Klickt man zum Ändern auf das Datum, so wird der Kalender eingeblendet und – Gimmick! – gleich die jeweiligen Flugpreise über den jeweiligen Abflugdaten eingeblendet und die günstigsten Tage grün hervorgehoben. Für zeitlich flexible Reisende ist das extrem hilfreich.

3. Google Flights sucht „intelligent“
Der simplen Sortierung nach Preis stellt Google Flights immer 3-5 „Beste Flüge“ voran, deren „Güte“ sich aus einer Mischung zwischen Preis und Flugdauer bzw. Anzahl der Stops  ergibt, denn oft sind die wirklich günstigen Flüge diejenigen mit den schlechten Verbindungen/langen Stop-Overs. Diese Vorauswahl ist meistens ziemlich brauchbar. Und zwischen dieser Vorauswahl und der Preisliste wird man als Sucher ggf. noch darauf hingewiesen, daß beispielsweise bei Abflug zwei Tage früher der Preis bei Airline XY 180 EUR günstiger wäre. DAS wiederum ist ein echter Mehrwert gegenüber der Konkurrenz. Google Flights bietet auch eine Flugsuche ohne Angabe eines konkreten Flughafens an, ihr könnt zum Beispiel nur „Asien“ als Suchbegriff eingeben und bekommt eine Liste von gängigen Zielen der gewählten Region.

4. Google Flights zeigt Google Maps auf der Suchseite an
Klingt erst einmal banal, ist aber in der Praxis sehr nützlich. Rechts neben der Suchliste findet ihr ein kleines Kartenfenster „Reiseziele entdecken“. Klickt man darauf, werden – zunächst in sehr großem Maßstab – die Flughäfen um den gewählten herum angezeigt und auch hier werden – zumindest bei den großen Städten – gleich wieder die Preise eingeblendet. Es macht Spaß, mit dieser Kartenansicht herumzuspielen, man wird manchmal auf ganz neue Ideen gebracht, was die Auswahl des Reiseziels angeht. Das ganze läßt sich aber auch ganz praktisch nutzen: Wenn man weiter in die Karte reinzoomt, denn dann ergeben sich oft neue Optionen für Verbindungen, auf die man sonst nie gekommen wäre.
Ein Beispiel: Du fliegst nach Bangkok und willst nach drei Tagen von dort aus weiter nach Laos reisen, schaust also nach einem Flug von Bangkok in die laotische Hauptstadt Vientiane, die direkt an der Grenze zu Thailand liegt. Die Flugsuche fördert als niedrigsten Preis einen Flug mit Bangkok Airways für 191,00 EUR zutage. Dann klickst Du auf den Kartenausschnitt und siehst u.a. die kleineren Flughäfen der Region und siehe da, es gibt im Norden Thailands, nur ca. 80km südlich von Vientiane eine kleine Stadt namens Udon Thani und dorthin fliegt Thai AirAsia am gleichen Tag für 41,00 EUR. Et voilá, 150,00 EUR gespart, für die Preisdifferenz kann man wahrscheinlich sogar ein Taxi von Udon Thani nach Vientiane nehmen und hat immer noch Geld gespart.

Ach, noch was: Wenn ihr ein Android Smartphone nutzt, dann könnt ihr eure exakte Flugsuche auch über „Save this itinerary“ speichern. Der in Android enthaltene Assistent Google Now meldet dann automatisch, wenn der gewünschte Flug günstiger geworden ist (ja, diese Art des Preisalarms gibt es bei anderen Seiten auch, hier wird es aber ohne Anmeldung per Email o.ä. bewerkstelligt).

Also, einfach mal ausprobieren!

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2 Kommentare

  1. Hallo Christian,
    das ist ein sehr guter und sehr informativer Artikel. Google Flights kannten wir bisher auch noch nicht. Für unseren nächsten Trip werden wir deine Tipps berücksichtigen. Auf weitere Reise-Tipps von dir sind wir schon gespannt. :-)

    LG
    Janine und Andreas

  2. Björn sagt

    ich habe kürzlich gelesen, dass irgendein Verbraucherschutzding oder Stiftung Warentest oä. einen (seriösen ) Vergleichstest gemacht hat und die Flugpreise mittlerweile über die Suchmaschinen teurer sind als bei der Airline direkt (also ohne Umweg) .

    Außerdem sollte man noch erwähnen, dass man unbedingt diese unsinnigen Rücktrittsversicherungen lassen sollte. Bis die greifen, muss man fast tot sein und dann ist einem die Kohle eh egal.

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